Letztes Update 08.10.2010


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Ehemalige Babys in den Farben red und red-white
- sowie ein Mädel in red-tabby-spotted!
Da ich die Farbe Rot sehr liebe, bin ich glücklich, dass die Gesamt-Anzahl roter Katzenkinder nach den blau-weißen gleich mit den blauen bei uns in den letzten Jahren an die 2. Stelle gerutscht ist (siehe Tabelle)! 
Naja, STRENG GENOMMEN sollten einfarbige rote Briten (non-agouti) natürlich streifenfrei sein und auf Ausstellungen gab es regelmäßig Diskussionen, ob das Tier nun Tabby oder Nicht-Tabby sei (dazu weiter unten eine Abhandlung), aber das alles hielt mich nicht davon ab, diese schöne Farbe neben den bunten sowie cremefarbenen Katzen zu favorisieren und mich ganz besonders über rote kleine Kätzchen zu freuen! Hier einige fotografische "Beweise" dafür:

Wer kann diesen Augen widerstehen? Whopper von Gukamien / 2007

Ein schöner Farbkontrast: Der kleine rote Nugget mit seiner "Tante" Lucy, die eigentlich immer in der Nähe von Babys zu finden ist.


"Soooooo groß bin ich schon!"

Links sehen Sie Jambalaya von Gukamien, die im März 2003 bei uns geboren wurde. 4 Wochen ist sie auf dem Foto alt.


Auf dem unteren Foto ist "Jambi" bereits 10 Wochen älter und hat nach meinem Geschmack hier große Ähnlichkeit mit einer Löwin, was in Wirklichkeit eigentlich nicht so war...

14 Wochen


Das hier sind v. l. n. r. Addison, August-Wilhelm und Ali Bert von Gukamien, also Katerchen aus unserem allerersten Wurf 1999. Insgesamt waren es 6 Geschwister - drei rote und 3 chocolate-farbene Kitten. Obwohl ich eigentlich auf die Chocis gewartet hatte, habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich die Roten bei den Streicheleinheiten vorzog... - sie haben mich optisch sowie charakterlich einfach fasziniert!

(Die Geisterzeichnung war übrigens nicht soooo stark wie's aussieht - das liegt am Scannen...)

 


Die Jungs aus dem A-Wurf hatten ganz schön viel dummes Zeug im Kopf!
Eine Freundin entdeckte "Willi "im Ärmel ihrer Strickjacke - glücklicherweise BEVOR sie nach Hause ging.
Als Mitspieler fungiert Bruder Addison.


Rote Mädels Joelle und Jambalaya von Gukamien, 9 Wochen alt

Über unsere 2 roten Mädels im J-Wurf waren wir besonders glücklich. Da rote Mädchen nur dann entstehen, wenn beide Elternteile rot (oder auch einer creme) zeigen, sind sie nicht so häufig wie rote Jungs. Joelle (links im Bild) blieb bei uns.

Auf dem folgenden Bild ist Joelle im Alter von bereits 14 Wochen zu sehen 
- die Augenfarbe hat sich in den 5 Wochen deutlich weiterentwickelt!

Joelle auf dem Schrank


 Und hier mal wieder etwas kleines Rotes... (besonders niedlich sind sie ja immer mit blauen Baby-Augen):

Paddington von Gukamien, 4 Wochen jung

Paddy soll in die Kamera gucken...

 Er sollte eigentlich auch bleiben, wurde mir aber "abgeschnackt"!
Kein Wunder bei dem süßen Kerl...

Ist er nicht niedlich? Ein Ohr guckt schon nach rechts - die Augen aber noch geradeaus...

Paddy im Alter von 4 Wochen...

... und hier schon 8 Wochen alt.


Nemo von Gukamien

 Das ist Nemo von Gukamien,
der Bruder unseres ehemaligen Deckkaters Nic Nac (cream). 

Nemo war ein sogenanntes "Puderkitten". D. h. er sah als Baby recht undefinierbar in der Farbe aus: Kopf und Schwanz waren rot, der Rest ein superhelles Creme. Im Laufe der Wochen entwickelte er jedoch auch eine wunderschöne, gleichmäßige rote Farbe. 


 Auf den Fotos fällt der optische Unterschied nicht so auf - in der Realität jedoch sehr wohl.
Hier kommt unser red-tabby-Mädchen Red-Sina von Gukamien:

Sie hat ein deutlich helleres Kinn (fast weiß) als alle Non-Agouti-Roten, die jemals bei uns geboren wurden.
Auf dem unteren Bild sieht man, warum wir sie behalten mussten... - sooooooo ein liebes Mädchen!

Red-Sina von Gukamien, 6 Wochen jung


In der Farbe red-white hatten wir seit dem W-Wurf 2007 dann auch mehrere Katzenkinder. 
Hier zunächst der erste unserer rot-weißen Riege. Er heißt Pommes Fritz von Gukamien - ich habe dabei an "Pommes rot/weiß" gedacht...

Pommi ist hier 7einhalb Wochen alt.

Pommes im Portrait

Aus "Pommi" (wie wir ihn nannten) ist ein großer hübscher Kater geworden, der aber auf einen Liebhaberplatz umzog, da wir zu dem Zeitpunkt als er hätte decken können, unseren Nic Nac hatten - und 2 potente Kater sind uns definitiv einer zu viel!

6 Monate alt und sehr verspielt

Mit 8 Monaten sieht das nicht viel anders aus.

Ein unglaublich schönes Jungkatergesicht - WambaZamba von Gukamien im Alter von 5einhalb Monaten:

WambaZamba von Gukamien - was für ein Augenaufschlag...

Wambi, 3einhalb Wochen jung Auf dem Bild bereits 14einhalb Wochen alt.
Und hier ist Wambi noch jünger - links zarte 3einhalb Wochen, rechts gute 14 Wochen. Er hatte nicht nur ein tolles Gesicht, sondern auch eine super Statur - groß und kräftig, so dass wir sehr lange überlegt haben, ob er als Kater bei uns bleiben soll. Da jedoch Mama und Vollschwester auch in der Zucht sind, haben wir ihn an eine Liebhaberfamilie abgegeben. 
Wambis Bruder Wigwam war ebenfalls ein zuckersüßer rot-weißer Kater - etwas zarter in der Statur, aber mit tollem Gesichtsausdruck, wie man auf dem rechten Bild sieht. 

Und unten sehen Sie noch die dritte im rot-weißen Bunde des W-Wurfes, Schwesterchen Wendy - auf dem Bild ebenfalls 8einhalb Wochen alt:

Wendy von Gukamien

8einhalb Wochen alt


Einige Informationen zum Thema Red tabby und/oder Red solid (=einfarbig)

Red tabby oder Red solid (oder auch Creme tabby oder Creme solid) sind schwer auseinander zu halten und man kann bei der Bestimmung der Farbe NIE ausschließlich nach der Qualität oder Intensität der Zeichnung gehen, um diese Farben zu unterscheiden (rote einfarbige Tiere haben zu 99% Geisterzeichnung)!

An dieser Stelle ein wenig allgemeine Genetik:

Verantwortlich für die korrekte Unterscheidung von Red tabby oder Red solid Tieren ist das Gen A (= Agouti) bzw. a (= Non-Agouti), wobei die groß geschriebenen Buchstaben immer das dominante Gen bezeichnen.
A = Agouti bezeichnet die Wildfärbung und tritt optisch nur in Verbindung mit einem der Gene T = Tabby auf (Merke: Jede Katze hat ein Tabby-Gen, sie ist aber nur dann eine echte
Tabby-Katze, wenn das Gen für Agouti hinzu kommt.).

Echte Tabbys sind also vom Gencode her betrachtet entweder AA (reinerbig) oder Aa (mischerbig).

Bei einfarbigen Non-Agouti-Tieren (Gencode aa) hingegen ist die Fellfarbe normalerweise gleichmäßig über den gesamten Körper verteilt - es sei denn, die Tiere sind rot oder creme. 
Hier kommt nämlich das Gen O (Rot) bzw. o (Nicht-Rot) ins Spiel, welches an das Geschlecht gebunden ist und auf dem X-Chromosom liegt. Die Besonderheit des O-Gens ist, dass es im Zusammentreffen mit den Non-Agouti-Genen aa deren Wirkung phänotypisch (= rein optisch) unterdrückt! Eine rote Non-Agouti Katze (aa) ist somit phänotypisch eigentlich nicht von einer echten Tabby-Katze (Genotyp AA oder Aa) zu unterscheiden. Die Zeichnung einer Non-Agouti Katze muss also, da sie keine echte Tabby ist, wie eingangs schon erwähnt als Geisterzeichnung bezeichnet werden.

In der Katzenwelt gibt es "echte" Red-Tabbys mit miserabler Zeichnung und genau so gut einfarbige Rote mit einer Zeichnung wie gemalt. Einige verwirrt das und sie lassen gleich die Finger von der Rot-Zucht. Viele Katzen haben in ihren Stammbäumen leider auch nicht die korrekte - nämlich genotypische - Bezeichnung eingetragen, und auch auf Ausstellungen hat man meist keine große Freude am Präsentieren seiner einfarbig roten Schönheiten, von denen viele aufgrund der nun mal vorhandenen Zeichnung, ihren Punkt von den Richtern verweigert bekommen.

Es gibt meines Erachten eine ziemlich sichere Möglichkeit, Red Solids von Red Tabbys zu unterscheiden: Bei echten Tabbys sind die Haare unterhalb der Nase bis einschließlich des Kinns fast Weiß. Eine Züchterin schrieb mir mal, sie sehen aus, als wären sie mit dem Näschen kurz gegen eine frisch gestrichene weiße Wand gestoßen. Red Solids haben ein zumindest hellrot durchgefärbtes Schnäuzchen! Auch Innenohrbehaarung und die Innenohrränder sind bei den Einfarbigen rot, während Tabbys hier auch etwas Weiß zeigen.

Ist man sich trotzdem nicht sicher, ob es sich bei seiner/seinem Roten um eine/einen Tabby oder Nicht-Tabby handelt, hilft entweder das genetische Überprüfen des Stammbaumes (was leider auch nicht immer funktioniert, da wie bereits erwähnt, manche Katzen von einigen Verbänden auch schon unkorrekt eingetragen wurden) oder eine Testverpaarung mit einem nicht-roten Partner (schwarz, blau o. ä.). 

Abschließend noch einige verkürzte Gen-Codes 
(die Rein- bzw. Mischerbigkeit ist nur auf das Agouti-Gen bezogen):

Farbe Kater Katze
red-solid aa D- XOY aa D- XOXO
red-tabby reinerbig AA D- XOY AA D- XOXO
red-tabby mischerbig Aa D- XOY Aa D- XOXO
cream-solid aa dd XOY aa dd XOXO
cream-tabby reinerbig AA dd XOY AA dd XOXO
cream-tabby mischerbig Aa dd XOY Aa dd XOXO

D   = Vollfarbe (ich habe hier offen gelassen, ob das Tier reinerbig ist oder nicht)
dd = verdünnte Farbe

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© Gunda Fahrenwaldt, 1998 - 2010